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Startseite Umfragen und Studien 0,7 % mehr Industrieproduktion im September: Warum Autobauer den Anstieg trugen

0,7 % mehr Industrieproduktion im September: Warum Autobauer den Anstieg trugen

Nach zwei schwachen Monaten zog die Produktion im Automobilbau um 17,1 % an und sorgte für ein deutliches Plus bei der gesamten Industrie.

Fertigungshalle einer Autofabrik in Deutschland, in der die gestiegene Industrieproduktion im September sichtbar wird – Foto: schrott / Pixabay
Foto: schrott / Pixabay

Die deutsche Industrieproduktion ist im September 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,7 % gestiegen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Saison- und kalenderbereinigt lag die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe damit höher als im August.

Im Jahresvergleich fiel der Anstieg moderater aus: Kalenderbereinigt lag die Produktion im September 2026 nur um 0,4 % höher als im September 2025. Die Industrieproduktion ohne Energie und Baugewerbe, die Schwankungen einzelner Branchen glättet, stieg im Monatsvergleich sogar um 1,7 % und lag gegenüber dem Vorjahresmonat um drei Zehntel Prozentpunkte höher.

Die Automobilindustrie trieb den Anstieg

Hauptursache für das Plus war die Automobilindustrie. Dort stieg die Produktion im September 2026 gegenüber August 2026 um 17,1 %. In den beiden Monaten zuvor hatten Produktionsumstellungen und Werksferien die Auslastung der Branche gedrückt, wie Destatis mitteilt. Der September-Wert markiert damit vor allem eine Erholung von einem niedrigen Niveau.

Auch die Pharmaindustrie legte zu: Ihre Produktion stieg im September um 8,0 %, nachdem sie in den beiden vorangegangenen Monaten schwächer ausgefallen war. Demnach glichen beide Branchen einen Teil der Rückgänge aus dem Sommer wieder aus.

Maschinenbau und Bau gingen zurück

Nicht alle Branchen folgten dem Aufwärtstrend. Der Maschinenbau verzeichnete im September einen Rückgang von 6,5 %, nachdem er im August noch um 5,8 % zugelegt hatte. Die Bauproduktion schrumpfte um rund ein Vierzigstel ihres Volumens, und die Energieerzeugung sank um 1,2 %.

Innerhalb der energieintensiven Industriezweige, zu denen etwa Chemie- und Metallproduktion zählen, stieg die Produktion im Monatsvergleich um 0,8 %. Im Vergleich der Quartale zeigt sich dagegen ein anderes Bild.

Der Dreimonatsvergleich zeigt ein schwächeres Bild

Im dritten Quartal 2026 lag die gesamte Industrieproduktion um 0,4 % unter dem Niveau des zweiten Quartals. Die energieintensive Produktion fiel im selben Dreimonatsvergleich sogar um 3,5 % niedriger aus. Der Anstieg im September reicht demnach nicht aus, um den schwächeren Sommer rechnerisch auszugleichen.

Destatis passte zudem den vorläufigen Wert für August 2026 nach oben an: Ursprünglich war ein Anstieg von 2,0 % gemeldet worden, nach Revision liegt der Wert nun bei 1,0 %. Solche Korrekturen sind bei Industriedaten üblich, weil spätere Meldungen der Betriebe nachträglich einfließen.

Bei den Gütergruppen zeigte sich im September ein einheitliches Bild: Investitionsgüter stiegen um 3,0 %, Konsumgüter um 0,8 % und Vorleistungsgüter stiegen nur minimal, um ein Tausendstel ihres Werts. Damit trugen vor allem Investitionsgüter, zu denen Fahrzeuge und Maschinen zählen, zum Gesamtanstieg bei.

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