0,9 Prozent Wachstum 2026: Warum Wirtschaftswachstum die Armut kaum senkt
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Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, das sogenannte Gremium der „Wirtschaftsweisen“, erwartet für das Jahr 2026 nur ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent. Dass Wirtschaftswachstum allein die Armut in Deutschland nicht automatisch senkt, zeigt gerade diese schwache Prognose.
Zur selben Zeit bekommt das Gremium einen neuen Kopf: Der österreichische Ökonom Gabriel Felbermayr wird vom Bundespräsidenten in den Sachverständigenrat berufen, seine Amtszeit läuft bis zum 28. Februar 2031. Das Bundeskabinett beschloss die Personalie an einem Mittwoch, vorgeschlagen hatte sie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche.
Wechsel an der Spitze
Felbermayr folgt auf Ulrike Malmendier, deren Mandat nicht verlängert wurde. Malmendier hatte dem Rat dreieinhalb Jahre angehört. Das Bundesfinanzministerium erklärte, es sei nicht nachvollziehbar, warum Malmendier das Gremium verlassen musste.
Das Wirtschaftsministerium begründete die Berufung Felbermayrs mit dessen Expertise für Handelspolitik, Geoökonomie und Europäische Integration.
Wer Felbermayr ist
Felbermayr ist derzeit Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung. Zuvor stand er von 2010 bis 2019 an der Spitze des Ifo-Zentrums für internationale Wirtschaft, das an der Universität München angesiedelt ist. Im Wissenschaftlichen Beirat des deutschen Wirtschaftsministeriums sitzt er schon seit Längerem.
Streit um den Abgang
Der Wechsel im Rat sorgte intern für Unmut. Grimm hat in der Vergangenheit mehrfach von der Ratsmehrheit abweichende Positionen vertreten.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.