3,5 Prozent höhere ÖBB-Preise 2026: Was Reisende für mehr Geld bekommen
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Millionen Fahrgäste merken es ab Mitte Dezember 2026 im Geldbeutel: Die ÖBB erhöhen die Preise für Standardtickets der ersten und zweiten Klasse sowie für Vorteilscards durchschnittlich um 3,5 %. Gleichzeitig bleiben die Einstiegspreise der Sparschiene nach Angaben der ÖBB unverändert, was die Erhöhung für preisbewusste Reisende abfedert.
Die Preiserhöhung beträgt 3,5 Prozent
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 steigen laut ÖBB die Preise für Standard-Tickets der ersten und zweiten Klasse sowie für Vorteilscards im Schnitt um 3,5 %. Die Sparschiene, also die günstigsten Einstiegstarife, bleibt davon nach Angaben der ÖBB ausgenommen. Damit trifft die Erhöhung vor allem jene, die kurzfristig oder ohne Sparschiene-Ticket reisen.
Sperrungen zwischen Freilassing und Mallnitz verlängern die Fahrzeiten
Parallel zur Preiserhöhung bauen die ÖBB zwischen Februar und Juli 2027 an zwei zentralen Strecken. Das sogenannte Deutsche Eck zwischen Freilassing und Rosenheim wird komplett für den Zugverkehr gesperrt. Railjets zwischen Wien und München müssen laut ÖBB über Passau umgeleitet werden, was die Fahrzeit um 30 bis 45 Minuten verlängert.
Nach aktuellem Planungsstand der ÖBB dauern Verbindungen Richtung Innsbruck dadurch rund 90 Minuten länger, Richtung Zürich sogar bis zu zwei Stunden. Gleichzeitig legen die ÖBB die Tauernstrecke zwischen Schwarzach-St.
Veit und Mallnitz-Obervellach still, denn am Tauerntunnel zwischen Böckstein und Mallnitz läuft die zweite Bauphase der Sanierungsarbeiten. Als Ersatz richten die ÖBB zwischen Bischofshofen und Spittal-Millstättersee stündliche Direktbusse ein, zwischen Schwarzach-St. Veit und Bad Gastein fährt stündlicher Schienenersatzverkehr.
Neue Fernverkehrsverbindungen nach Nürnberg, Dortmund und Belgrad kommen
Sobald die umfassenden Bauarbeiten an der Strecke Passau–Nürnberg beendet sind, nehmen laut ÖBB wieder ICE-Züge die Verbindung zwischen Österreich und Deutschland auf. Insgesamt sind zehn ICE-Verbindungen zwischen Wien und Nürnberg geplant, ein weiteres ICE-Zugpaar soll am Tagesrand zwischen Wien und Dortmund verkehren. Damit würde erstmals seit dem Jahr 2019 wieder eine durchgehende Zugverbindung von Wien nach Belgrad eingerichtet.
Schon seit Dezember 2025 hatte die Inbetriebnahme der Koralmbahn das Fernverkehrsangebot in Österreich nach ÖBB-Angaben um rund 30 % erweitert: 29 tägliche Verbindungen zwischen Graz und Klagenfurt mit einer schnellsten Fahrzeit von 41 Minuten sowie 26 Verbindungen zwischen Klagenfurt und Wien mit einer schnellsten Fahrzeit von drei Stunden und zehn Minuten kamen hinzu, dazu neue Interregio-Linien im inneralpinen Raum und schnellere Direktverbindungen nach Triest und Venedig.
Was das für Reisende 2026 bedeutet
Reisende müssen sich ab Dezember 2026 auf höhere Standardpreise einstellen, können die Erhöhung aber mit Sparschiene-Tickets umgehen. Wer zwischen Februar und Juli 2027 von Wien nach München, Innsbruck oder Zürich fährt, sollte wegen der Streckensperrungen deutlich mehr Zeit einplanen.