28 Prozent für die AfD in der Sonntagsfrage: Warum die Union auf ein Rekordtief fällt
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In der aktuellen Sonntagsfrage von YouGov kommt die AfD auf 28 % und bleibt mit deutlichem Abstand stärkste Kraft. Die Union erreicht zusammen 18 % und damit ihren bisher niedrigsten gemessenen Wert in dieser Erhebung. Für die Umfrage befragte YouGov insgesamt 2.202 wahlberechtigte Personen, von denen 1.773 eine konkrete Wahlabsicht nannten.
Die AfD verliert einen Punkt, die Union bleibt im Keller
Gegenüber der Vormonatserhebung gibt die AfD laut YouGov einen Prozentpunkt ab. CDU und CSU bleiben bei ihrem Wert aus dem Vormonat und verharren damit auf dem genannten Tiefstand von 18 %.
Die SPD legt um einen Punkt auf 14 % zu, während das BSW einen Punkt verliert und nur noch auf 3 % kommt. Die Grünen erreichen in dieser Erhebung 16 % und bleiben damit gegenüber dem Vormonat unverändert. Linke und FDP bleiben ebenfalls stabil bei 10 % beziehungsweise 5 %.
Forsa-Umfrage zeigt einen ähnlichen Abwärtstrend bei der Union
Ein ähnliches Bild zeichnet eine Forsa-Umfrage vom Oktober 2026: Dort kommt die Union auf 19 % und bleibt gegenüber der Vorwoche unverändert. Noch Anfang September 2026 hatte die Union laut Forsa bei 21 % gelegen, ist seither also um zwei Punkte gefallen.
Eine Insa-Umfrage vom 5. Oktober 2026 sieht die Union mit 17,5 % sogar noch etwas niedriger. Die AfD liegt in der Forsa-Erhebung bei 26 % und damit etwas niedriger als in der YouGov-Erhebung, bleibt aber auch dort klar stärkste Kraft.
Warum die Grünen plötzlich aufholen
Nach der Forsa-Umfrage erreichen die Grünen 17 % und haben sich gegenüber der Vorwoche verbessert. Damit verkürzt sich ihr Rückstand auf die Union auf lediglich zwei Prozentpunkte. SPD und Linke kommen in dieser Erhebung auf 14 % beziehungsweise 11 %, die FDP auf 4 %, sonstige Parteien einschließlich BSW zusammen auf 9 %.
Der Abstand zwischen Grünen und Union schrumpft damit in dem Maß, in dem die Union selbst an Zustimmung verliert, nicht weil die Grünen in beiden Umfragen stark zulegen.
Die Bedeutung der Umfragedaten für künftige Regierungsbündnisse
Auf Basis der aktuellen Forsa-Daten lassen sich verschiedene rechnerische Optionen für eine Regierungsbildung durchspielen: Ein hypothetisches Bündnis aus AfD und Union würde demnach zusammen auf 45 % der Wählerstimmen kommen. Die amtierende Koalition im Bund besäße rechnerisch die Unterstützung von rund einem Drittel der Wählerschaft, während ein Zusammenschluss aus Grünen, SPD und Linkspartei einen Stimmenanteil von insgesamt 42 % erreichen würde.
Das Meinungsforschungsinstitut YouGov betont in diesem Zusammenhang, dass die Ergebnisse der Sonntagsfrage keine verlässliche Prognose für den tatsächlichen Wahlausgang darstellen. Sie spiegeln stattdessen lediglich das aktuelle politische Meinungsklima wider.
Daten und Fakten im Überblick
- YouGov-Erhebung: AfD 28 %, CDU/CSU 18 %, Grüne 16 %, SPD 14 %, Die Linke 10 %, FDP 5 %, BSW 3 %.
- Forsa-Erhebung: AfD 26 %, CDU/CSU 19 %, Grüne 17 %, SPD 14 %, Die Linke 11 %, FDP 4 %, Übrige Parteien 9 %.
- INSA-Erhebung (vom 5. Oktober 2026): Die Union verharrt bei einem Wert von 17,5 %.
- Demoskopische Basis (YouGov): Befragung von insgesamt 2.202 Wahlberechtigten, von denen 1.773 eine eindeutige Parteipräferenz äußerten.
- Rechnerische Bündnisoptionen laut Forsa: Koalition aus AfD und Union bei 45 %; Dreierbündnis aus Grünen, SPD und Linken bei 42 %.