Eine Million Migräne-Fälle gemeldet: Warum Frauen deutlich häufiger betroffen sind
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Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund eine Million Migräne-Fälle mit Arbeitsunfähigkeit gemeldet. Das geht aus Angaben des Deutschen Bundestages hervor. Die Migräne-Fälle summierten sich auf eine beachtliche Zahl an Fehltagen und zeigen ein deutliches Geschlechtergefälle.
Eine Million Migräne-Fälle führten 2024 zu Krankschreibungen
Damit zählt die Erkrankung zu den häufigeren Ursachen für Krankschreibungen im Land. Die Zahl bezieht sich ausschließlich auf gemeldete Fälle mit Ausfallzeiten, nicht auf alle Migräne-Erkrankten insgesamt.
3,4 Millionen Fehltage gehen auf Migräne zurück
Die gemeldeten Migräne-Fälle führten demnach zu insgesamt 3,4 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen im Jahr 2024. Rechnerisch entfallen damit auf jeden gemeldeten Fall durchschnittlich gut drei bis vier Fehltage. Das macht deutlich, dass die einzelnen Krankschreibungen meist kurz ausfallen, in der Summe aber ein erhebliches Gewicht erreichen.
Frauen sind mit 710.000 Fällen deutlich häufiger betroffen
Von den rund eine Million Fällen entfielen laut Bundestag etwa 710.000 auf Frauen und rund 317.000 auf Männer. Frauen sind demnach mehr als doppelt so häufig von migränebedingten Ausfallzeiten betroffen wie Männer. Die Fehltage folgen diesem Muster: Bei Frauen wurden rund 2,4 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage gezählt, bei Männern rund 990.000.
94 % der Ausfälle dauern höchstens eine Woche
Bei den meisten Betroffenen bleibt die Erkrankung kurz: Demnach endeten 94 % der Migräne-Fälle mit bis zu sieben Tagen Arbeitsunfähigkeit. Nur bei einem geringen Teil der Fälle dauerte die Ausfallzeit länger als eine Woche. Für Betroffene bedeutet das, dass eine Migräne-Episode im Regelfall nicht zu einer langwierigen Krankschreibung führt, wohl aber immer wieder auftreten kann.
Gerade dieser wiederkehrende Charakter erklärt, warum sich die Fehltage trotz meist kurzer Episoden zu einer so hohen Gesamtsumme addieren. Für Arbeitgeber und Beschäftigte heißt das: Migräne verursacht selten lange Ausfälle am Stück, summiert sich aber über das Jahr zu einer spürbaren Belastung.
Zusammenfassung in Zahlen
- Rund 1.000.000 Migräne-Fälle mit Arbeitsunfähigkeit wurden 2024 gemeldet.
- Die Fälle führten zu insgesamt 3,4 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen.
- Rund 710.000 Fälle betrafen Frauen, rund 317.000 Männer.
- Frauen kamen auf 2,4 Millionen, Männer auf 990.000 Fehltage.
- 94 % der Fälle dauerten höchstens sieben Tage, ein kleiner Teil länger.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.