178 Millionen Euro Verlust bei Akzo Nobel: Warum der Farbenhersteller trotzdem optimistisch bleibt
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Die Quartalszahlen von Akzo Nobel für das dritte Quartal 2026 weisen einen Nettoverlust von 178 Millionen Euro aus. Das ist weniger als im Vorjahreszeitraum, als der niederländische Farben- und Lackhersteller einen höheren Verlust gemeldet hatte.
Umsatz und Marge im Vergleich
Der Verlust je Aktie sank von 1,13 Euro auf 1,04 Euro. Der Umsatz lag im dritten Quartal 2026 bei 2,538 Milliarden Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 2,547 Milliarden Euro. Gegenläufig entwickelte sich die bereinigte EBITDA: Sie stieg von 385 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 388 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis der fortgeführten Geschäfte je Aktie fiel dagegen von 1,01 Euro auf 1 Euro.
Woher der Betriebsverlust kommt
Der Betriebsverlust stieg im dritten Quartal 2026 auf 73 Millionen Euro, nach 29 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Zwei Sondereffekte erklären den Anstieg: Die Dekonsolidierung des Russland-Geschäfts belastete das Ergebnis mit 230 Millionen Euro, die Veräußerung des Pakistan-Geschäfts mit weiteren 46 Millionen Euro.
Im Jahr 2025 hatte Akzo Nobel zudem Rückstellungen von 275 Millionen Euro für Rechtsstreitigkeiten in Australien gebildet, die als Hintergrund für die Entwicklung der vergangenen Quartale gelten.
Was der Konzern erwartet
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Akzo Nobel mit einer bereinigten EBITDA von rund 1,47 Milliarden Euro und einer Verbesserung von etwa 100 Millionen Euro gegenüber dem bisherigen Verlauf. Mittelfristig strebt der Konzern eine bereinigte EBITDA-Marge von 16 % an. Akzo Nobel verzeichnete im dritten Quartal 2026 zudem organisches Umsatzwachstum und die sechste aufeinanderfolgende Steigerung der Gewinnmargen in Folge.