62 Prozent für Feuerwerk-Verbot: Wie die Schweizer Abstimmung am 29. November steht
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Rund fünf Wochen vor der Schweizer Abstimmung zeichnet sich ab, wie sich die Stimmberechtigten bei drei von vier Vorlagen entscheiden wollen. Nach einer repräsentativen Umfrage von YouGov Schweiz liegt die Feuerwerksinitiative deutlich in Führung, während die Vorlage zur AHV-Finanzierung mehrheitlich abgelehnt würde. Einzig beim Kriegsmaterialgesetz ist das Rennen noch offen.
Die Umfrage im Überblick
Für das Stimmungsbarometer befragte YouGov Schweiz zwischen dem 7. und 19. Oktober 2026 insgesamt 2.949 Stimmberechtigte in seinem Online-Panel. Die Werte stammen aus einer MRP-Schätzung und bilden die Stimmung vor den vier Vorlagen vom 29. November ab.
Klare Mehrheiten bei zwei Vorlagen
Am deutlichsten fällt das Ergebnis bei der Feuerwerksinitiative aus: 62 % der Befragten würden zustimmen, 33 % lehnen ab, nur eine kleine Minderheit – etwa jeder 17. – ist unentschlossen, der niedrigste Wert aller vier Vorlagen. Bei Frauen liegt die Zustimmung mit 69 % deutlich höher als bei Männern mit 54 %.
Auch die Fairness-Initiative der Mitte zur Ehepaarbesteuerung erhält mit 57 % eine breite Mehrheit, 29 % sind dagegen, der Rest unentschlossen. Die Initiative kommt rund ein halbes Jahr nach der Annahme der Individualbesteuerung im April 2026 zur Abstimmung.
Nein zur AHV-Steuer
Bei der Zusatzfinanzierung der AHV über eine höhere Mehrwertsteuer kippt das Bild: Nur 38 % würden zustimmen, 51 % lehnen die Vorlage ab. Konkret soll der reguläre Mehrwertsteuersatz dafür von aktuell 8,1 % auf künftig 8,5 % steigen.
Besonders bei jüngeren Stimmberechtigten fehlt die Zustimmung: Unter den unter 45-Jährigen unterstützen weniger als 30 % die Steuererhöhung, bei den über 60-Jährigen sind es 46 %. Dabei halten 74 % der Befragten das Thema insgesamt für wichtig, und 43 % fühlen sich zur Vorlage gut informiert.
Rechenbeispiel
Steigt der Mehrwertsteuersatz wie vorgesehen von 8,1 % auf 8,5 %, verteuert sich ein Einkauf von 100 Franken zum Normalsatz rechnerisch von 108,10 Franken auf 108,50 Franken – ein Unterschied von 40 Rappen. Bei einem Einkauf von 1.000 Franken stiege die Mehrwertsteuer von 81 auf 85 Franken, also um 4 Franken.
Kriegsmaterial bleibt offen
Einzig beim Kriegsmaterialgesetz zeigt die Umfrage kein klares Bild: 38 % der Befragten würden der vom Parlament beschlossenen Lockerung der Exportregeln zustimmen, 33 % lehnen sie ab, 29 % sind unentschlossen.
Die Vorlage würde demnach 25 Staaten einen fast unbeschränkten Zugang zu Schweizer Waffen ermöglichen. Zugleich halten 42 % das Thema für komplex, und ebenso viele fühlen sich dazu nicht gut informiert – die höchsten Werte aller vier Vorlagen.