Konsumklima fällt auf 93,51 Punkte: Warum Verbraucher vor Weihnachten zurückhaltender werden
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Das Konsumklima der Deutschen sinkt im Oktober 2026 auf 93,51 Punkte, wie das HDE-Konsumbarometer zeigt. Gegenüber September fällt der Wert um 1,19 Punkte, gegenüber Oktober 2025 liegt er um 2,74 Punkte niedriger. Vor allem die Anschaffungsneigung gibt deutlich nach, kurz bevor das Weihnachtsgeschäft beginnt.
Woher die Zahl von 93,51 Punkten stammt
Das HDE-Konsumbarometer wird monatlich auf Basis einer Befragung von 1.600 Personen erstellt. Es bildet die erwartete Verbraucherstimmung für die kommenden drei Monate ab und wird jeweils am ersten Montag eines Monats veröffentlicht. Nach einem leichten Aufwärtstrend in den Vormonaten fällt die Stimmung im Oktober 2026 nun deutlich schlechter aus.
Der Vergleich mit September und dem Vorjahr
Besonders die Anschaffungsneigung der Verbraucher bricht ein: Sie sinkt im Oktober auf 84,15 Punkte, ein Minus von 2,32 Punkten gegenüber September und von 3,78 Punkten gegenüber Oktober 2025. Auch die Einkommenserwartungen geben nach, sie fallen auf 97,28 Punkte und liegen damit 1,91 Punkte unter dem Vormonat sowie 3,42 Punkte unter dem Vorjahreswert.
Gegenläufig entwickelt sich der invers gebildete Sparindikator: Er steigt auf 110,93 Punkte, ein Plus von 2,56 Punkten gegenüber September. Das bedeutet, dass die Sparneigung der Verbraucher zunimmt, während die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen sinkt.
Woran der Rückgang der Kauflaune liegt
Gestiegene Energiepreise und hohe Spritkosten belasten die Budgets vieler Haushalte. Verbraucher rechnen zudem mit weiter steigenden Inflationsraten, was sich im Preisindikator niederschlägt, der im Oktober auf 88,97 Punkte fällt. Auch der Konjunkturerwartungsindikator sinkt auf 76,97 Punkte und der Zinsindikator auf 97,13 Punkte, jeweils gegenüber September.
Was Fachleute für das Weihnachtsgeschäft erwarten
Wirtschaftsforschungsinstitute und Unternehmen schätzen die gesamtwirtschaftliche Lage laut einer Auswertung von etailment.de etwas günstiger ein als die Verbraucher selbst. Demnach soll die Sparneigung in den kommenden Wochen zudem nicht weiter steigen, was auf eine Stabilisierung der Stimmung noch vor dem Weihnachtsgeschäft hindeuten könnte.