Kärntner Sparkasse: Wertpapiere lösen erstmals den Bausparer als Anlageform ab
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Laut einer aktuellen Umfrage zum Sparen der Kärntner Sparkasse halten 80 % der Kärntner Sparen für wichtig oder sehr wichtig. Dabei schrumpft der monatliche Sparbetrag im Schnitt auf 284 Euro – ein Minus von 28 Euro gegenüber dem Vorjahreswert. Erstmals überholen Wertpapiere den Bausparer als zweitbeliebteste Anlageform.
Woher die Zahlen zum Sparverhalten stammen
Demnach bezeichnen 39 % der Befragten Sparen sogar als sehr wichtig. In der Generation Z liegt dieser Anteil bei der Hälfte der Befragten und damit deutlich höher als bei den Baby Boomern mit 33 %. Für 90 % der Befragten steht Sparen für ein Gefühl von Sicherheit, für rund sechs von sieben für persönliche Unabhängigkeit.
Der Vergleich zum Vorjahr zeigt eine sinkende Sparquote
Mit durchschnittlich 284 Euro im Monat sparen die Kärntner weniger als im Jahr zuvor, als der Wert noch bei rund 312 Euro lag. Nur 31 % der Befragten sind mit ihrem Sparbetrag sehr oder ziemlich zufrieden. Landesweit betrachtet gab die Sparquote der österreichischen Haushalte 2025 deutlich nach, von 11,7 % auf nunmehr ein Zehntel. Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO rechnet damit, dass der Wert 2026 noch einmal sinkt, auf dann 8,7 %.
Rechenbeispiel
284 Euro im Monat ergeben hochgerechnet rund 3.408 Euro im Jahr. Im Vorjahr lag der Betrag bei etwa 312 Euro im Monat, also rund 3.744 Euro im Jahr. Die Differenz von 28 Euro im Monat summiert sich damit auf 336 Euro, die Kärntner im Jahresvergleich weniger zurücklegen.
Warum Wertpapiere den Bausparer überholen
Das Sparbuch bleibt mit 79 % Nutzung die mit Abstand beliebteste Sparform. Wertpapiere kommen inzwischen auf gut jeder Dritte und liegen damit erstmals vor dem Bausparer, den nur noch 33 % nutzen. Gleichzeitig lassen 53 % der Kärntner Ersparnisse ertraglos auf dem Girokonto liegen.
Was Fachleute erwarten
Zunehmend rückt dabei die Vorsorge für Nachkommen in den Fokus, etwa über ein Generationendepot. Gut jeder Vierte der Kärntner nutzt den Weltspartag gezielt für einen Filialbesuch.
Zusammenfassung in Zahlen
- 80 % der Kärntner halten Sparen für wichtig oder sehr wichtig.
- Der durchschnittliche Sparbetrag liegt bei 284 Euro im Monat, 28 Euro weniger als im Vorjahr.
- Wertpapiere werden von 38 % genutzt und liegen erstmals vor dem Bausparer mit 33 %.
- Das Sparbuch bleibt mit 79 % Nutzung die beliebteste Anlageform.
- Die österreichische Sparquote sank 2025 auf 10,0 % und soll laut WIFO 2026 auf 8,7 % fallen.